Theoremaussage
Theorem T2: Theorem des kognitiven Budgets: Rationale Entscheidungsfindung teilt kognitive Ressourcen nach Wert und Reversibilität zu.
Prämissen
- A1 Axiom der Endlichkeit: /de/wiki/axiom-1-finitude
- A3 Verbesserbarkeit: /de/wiki/axiom-3-improvability
Ableitungslogik (Skizze)
- Kognitive Ressourcen (Zeit, Aufmerksamkeit, Energie) sind knapp (A1).
- Die Verbesserung von Entscheidungen erfordert Investitionen (A3).
- Daher besteht die rationale Strategie darin, den Aufwand dort zu allokieren, wo der Grenznutzen am höchsten ist: bei Entscheidungen mit hohem Wert oder geringer Reversibilität.[^1]
Korollare
- T2.1 Entscheidungen mit hohem Wert verdienen mehr Aufwand: /de/wiki/corollary-t2-1
- T2.2 Entscheidungen mit geringer Reversibilität verdienen mehr Aufwand: /de/wiki/corollary-t2-2
- T2.3 Heuristiken für reversible Entscheidungen mit geringem Wert verwenden: /de/wiki/corollary-t2-3
Praktische Zuweisungstabelle (zh-aligned)
| Entscheidungsklasse | Kognitives Budget | Empfohlene Strategie |
|---|---|---|
| hoher Wert + geringe Häufigkeit | hoch | systematische Bewertung |
| hoher Wert + hohe Häufigkeit | mittel | Regeln erstellen, wiederverwenden |
| geringer Wert + geringe Häufigkeit | gering | einfacher Vergleich |
| geringer Wert + hohe Häufigkeit | minimal | Gewohnheiten/Automatisierung |
Literatur
- Payne, J. W., Bettman, J. R., & Johnson, E. J. (1993). The Adaptive Decision Maker. Cambridge University Press.[[Quelle]](https://doi.org/10.1017/CBO9781139173933)
- Simon, H. A. (1955). A behavioral model of rational choice. Quarterly Journal of Economics, 69(1), 99–18.[[Quelle]](https://doi.org/10.2307/1884852)