Theoremaussage
T1 Matching-Theorem: Unter Endlichkeit und bedingter Subjektivität ist die rationale Strategie die Bedarfs-Produkt-Übereinstimmung – nicht die universelle Optimierung.
Prämissen
- A1 Axiom der Endlichkeit (Knappheit): /de/wiki/axiom-1-finitude
- A2 Bedingte Subjektivität (Gewichtungen): /de/wiki/axiom-2-conditional-subjectivity
Ableitungslogik (Skizze)
- Unter A1 ist eine erschöpfende Optimierung nicht durchführbar.
- Unter A2 ist ein universelles „Bestes“ ohne angegebene Gewichtungen schlecht gestellt.
- Daher wird das rationale Ziel die Bedarfs-Produkt-Übereinstimmung unter expliziten Gewichtungen (Fit-Scoring), nicht eine universelle Rangfolge.[^1]
Korollare
- T1.1 Kein universell bestes Produkt: /de/wiki/corollary-t1-1
- T1.2 Bewertungen enthalten Wertannahmen: /de/wiki/corollary-t1-2
Praktische Implikationen (was zu tun ist)
- Bedürfnisse vor dem Stöbern aufschreiben (M1): /de/wiki/method-need-clarification
- Dimensionen und Gewichtungen explizit bewerten (M2): /de/wiki/method-multi-dimensional-evaluation
- Bewertungsformate bevorzugen, die Kriterien und Unsicherheit offenlegen, nicht nur Punktzahlen.[^2]
Falsifizierbare Vorhersagen
Wenn die Übereinstimmung das richtige Ziel ist, dann sollte für vergleichbare Entscheidungsklassen:
-
explizite Gewichtung + Fit-Scoring das Bedauern reduzieren,
-
das „insgesamt beste“ Produkt je nach Bedarfsprofil variieren.[^1]
Literatur
- Keeney, R. L., & Raiffa, H. (1993). Decisions with Multiple Objectives: Preferences and Value Tradeoffs. Cambridge University Press.[[Quelle]](https://doi.org/10.1017/CBO9781139174084)
- Simon, H. A. (1955). A behavioral model of rational choice. Quarterly Journal of Economics, 69(1), 99–18.[[Quelle]](https://doi.org/10.2307/1884852)