Definition
Mentale Buchführung: Menschen teilen Geld irrational in mentale Konten auf (z. B. „Ersparnisse“, „Bonus“, „Taschengeld“) und behandeln gleiche Beträge je nach Herkunft oder Verwendungszweck unterschiedlich, was zu inkonsistentem Ausgabeverhalten und Sparen führt.[1]
Theoretischer Ursprung
Thaler (1985) formalisierte die mentale Buchführung und erklärte, warum „unverhofft gewonnenes Geld“ anders ausgegeben wird als „verdientes Geld“.[1]
Konsumentenentscheidungsmuster
Ausgeben von „gespartem“ Rabattgeld, Behandlung von Steuerrückerstattungen als „geschenktes Geld“, fortgesetzte Investitionen trotz versunkener Kosten. Das Marketing verstärkt die Kontengrenzen durch das Framing von „zweckgebundenen Mitteln“ und „Belohnungsgeld“.
In der Selektionslogik
Rationale Wahl sollte sich auf das kognitive Budget und die Opportunitätskosten konzentrieren, nicht auf die Bezeichnung des Geldes. Die Reduzierung der mentalen Buchführung verbessert die Selektionseffizienz.
Gegenmaßnahmen
- Fragen Sie sich: Würde ich das Geld so ausgeben, wenn es aus meinem Gehalt käme?
- Verwenden Sie ein einziges „Gesamtbudget“ und Opportunitätskosten für Entscheidungen
- Vermeiden Sie das Denken in „zweckgebundenem Geld“ bei Entscheidungen mit hohem Einsatz