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Model

D1: Entscheidungsflussmodell - Selektionslogik

Ein wiederverwendbarer Ablauf für Verbraucherentscheidungen: Umfang → engere Auswahl → Bewertung → Auswahl → Validierung.

Aliase: D1, Entscheidungsfluss

Überblick

Ein wiederverwendbarer Ablauf für Verbraucherentscheidungen: Umfang → engere Auswahl → Bewertung → Auswahl → Validierung.


Theoretische Grundlage (zh-aligned)


Der 7-stufige Entscheidungsfluss

Bedarfsauslöser — Bedarfsprüfung — Budgetzuweisung — Evidenzsammlung — Mehrdimensionale Bewertung — Vergleichende Entscheidung — Validierung nach dem Kauf


Schritt-für-Schritt-Details

1) Bedarfsauslöser

  • den Auslöser festhalten (Problem, Wunsch, sozialer Hinweis),
  • emotionalen Zustand notieren,
  • Dringlichkeit bewerten.

2) Bedarfsprüfung

  • Abkühlungs-Test,
  • Überprüfung der bisherigen Nutzung,
  • Bedürfnisse explizit machen (M1-Artefakt).

3) Budgetzuweisung

  • kognitives Budget (Zeit/Aufwand),
  • Geldbudget,
  • Bewertung der Reversibilität.

4) Evidenzsammlung

  • Quellen definieren,
  • nach Dimensionen sammeln,
  • Zuverlässigkeit überprüfen.

5) Mehrdimensionale Bewertung

  • Dimensionen anwenden,
  • Gewichtungen festlegen,
  • anhand von Evidenz bewerten.

6) Vergleichende Entscheidung

  • engere Auswahl vergleichen,
  • Satisficing-Schwelle prüfen,
  • entscheiden.

7) Validierung nach dem Kauf

  • Erfahrung festhalten,
  • Passung/Konsistenz berechnen,
  • Regeln aktualisieren.

Vereinfachungsregeln (zh-aligned)

Entscheidungsart Vereinfachung
geringer Wert + hohe Reversibilität Heuristiken verwenden (T2.3)
wiederholte Entscheidungen wiederverwendbare Regeln erstellen
Gewohnheitskäufe mit periodischer Überprüfung automatisieren

Literatur

  1. Payne, J. W., Bettman, J. R., & Johnson, E. J. (1993). The Adaptive Decision Maker. Cambridge University Press.[source]
  2. Simon, H. A. (1955). A behavioral model of rational choice. Quarterly Journal of Economics, 69(1), 99–18.[source]

Weiterführende Lektüre