Überblick
Ein wiederverwendbarer Ablauf für Verbraucherentscheidungen: Umfang → engere Auswahl → Bewertung → Auswahl → Validierung.
Theoretische Grundlage (zh-aligned)
- T4 Selektionseffizienz: /de/wiki/theorem-4-selection-efficacy
- T2 Kognitives Budget: /de/wiki/theorem-2-cognitive-budget
Der 7-stufige Entscheidungsfluss
Bedarfsauslöser — Bedarfsprüfung — Budgetzuweisung — Evidenzsammlung — Mehrdimensionale Bewertung — Vergleichende Entscheidung — Validierung nach dem Kauf
Schritt-für-Schritt-Details
1) Bedarfsauslöser
- den Auslöser festhalten (Problem, Wunsch, sozialer Hinweis),
- emotionalen Zustand notieren,
- Dringlichkeit bewerten.
2) Bedarfsprüfung
- Abkühlungs-Test,
- Überprüfung der bisherigen Nutzung,
- Bedürfnisse explizit machen (M1-Artefakt).
3) Budgetzuweisung
- kognitives Budget (Zeit/Aufwand),
- Geldbudget,
- Bewertung der Reversibilität.
4) Evidenzsammlung
- Quellen definieren,
- nach Dimensionen sammeln,
- Zuverlässigkeit überprüfen.
5) Mehrdimensionale Bewertung
- Dimensionen anwenden,
- Gewichtungen festlegen,
- anhand von Evidenz bewerten.
6) Vergleichende Entscheidung
- engere Auswahl vergleichen,
- Satisficing-Schwelle prüfen,
- entscheiden.
7) Validierung nach dem Kauf
- Erfahrung festhalten,
- Passung/Konsistenz berechnen,
- Regeln aktualisieren.
Vereinfachungsregeln (zh-aligned)
| Entscheidungsart | Vereinfachung |
|---|---|
| geringer Wert + hohe Reversibilität | Heuristiken verwenden (T2.3) |
| wiederholte Entscheidungen | wiederverwendbare Regeln erstellen |
| Gewohnheitskäufe | mit periodischer Überprüfung automatisieren |
Literatur
- Payne, J. W., Bettman, J. R., & Johnson, E. J. (1993). The Adaptive Decision Maker. Cambridge University Press.[source]
- Simon, H. A. (1955). A behavioral model of rational choice. Quarterly Journal of Economics, 69(1), 99–18.[source]