Definition
Korollar T1.2: Bewertungen enthalten Wertannahmen: Jede „objektive“ Bewertung enthält implizite Gewichtungen; Transparenz übertrifft falsche Objektivität.
Abgeleitet von
Von T1 Matching-Theorem und A2 Bedingte Subjektivität:
Kernbedeutung
Jede „objektive“ Bewertung ist eine Funktion von:
-
Beweisen (Fakten),
-
Kriterien (was gemessen wird),
-
Gewichtungen (Werten).
Wenn Gewichtungen verborgen sind, ist die Bewertung nicht wertfrei; sie ist wert-opak.[^1]
Praktische Checkliste (für Rezensenten & Verbraucher)
- Kriterien und Messmethoden veröffentlichen (objektive Kriterien),
- Gewichtungsannahmen veröffentlichen oder ein Gewichtungswerkzeug bereitstellen,
- Unsicherheiten/Einschränkungen berichten,
- Fakten von Interpretationen trennen.[^2]
Literatur
- Keeney, R. L., & Raiffa, H. (1993). Decisions with Multiple Objectives: Preferences and Value Tradeoffs. Cambridge University Press.[[Quelle]](https://doi.org/10.1017/CBO9781139174084)
- Kahneman, D. (2011). Thinking, Fast and Slow. Farrar, Straus and Giroux.[[Quelle]](https://us.macmillan.com/books/9780374533557/thinkingfastandslow)