Überblick
„Objektive Kriterien“ bedeuten operationale Definitionen und wiederholbare Messung, nicht die Abwesenheit von Werten. Dies steht im Einklang mit A2 und Korollar T1.2: Gewichtungen sind bedingt und Bewertungen beinhalten Annahmen.[^1]
1. Ein praktisches Rezept (SMART)
Kriterien sollten sein:
-
Spezifisch
-
Messbar
-
Erreichbar
-
Relevant (für die Bedürfnisse des Nutzers)
-
Terminiert (Messbedingungen)
2. Vermeidung falscher Objektivität
Gute Praxis:
-
das Benutzermodell angeben (Bedürfnisse, Einschränkungen),
-
das Bewertungsschema veröffentlichen,
-
Fakten (Messungen) von Werten (Gewichtungen) trennen.
3. Kontext der Standards (englischsprachige Ausrichtung)
Je nach Kategorie stützen sich objektive Kriterien oft auf Testmethoden von:
-
ISO/IEC (domänenabhängig),
-
ASTM (Materialien/Prüfung),
-
NIST-Leitlinien (sicherheitsbezogen).
Standards sind Basislinien. Sie heben nicht die Notwendigkeit auf, Gewichtungen explizit anzugeben.[^2]
Literatur
- Keeney, R. L., & Raiffa, H. (1993). Decisions with Multiple Objectives: Preferences and Value Tradeoffs. Cambridge University Press.[[Quelle]](https://doi.org/10.1017/CBO9781139174084)
- Simon, H. A. (1955). A behavioral model of rational choice. Quarterly Journal of Economics, 69(1), 99–18.[[Quelle]](https://doi.org/10.2307/1884852)