Abstrakt
Die Behauptungen der Selektionslogik sind nur dann aussagekräftig, wenn sie überprüft werden können. Dieser Artikel skizziert einen Validierungsansatz, der sich an wissenschaftlichen Normen orientiert: den Anwendungsbereich definieren, die interne Kohärenz prüfen und die Ergebnisse über wiederholte Entscheidungen hinweg messen.[^1]
1. Anwendungsbereich: Wo sind Gewinne zu erwarten?
Die Selektionslogik ist am relevantesten, wenn:
-
der Einsatz mittel bis hoch ist,
-
die Umkehrbarkeit gering ist,
-
die Informationsasymmetrie hoch ist,
-
der Überzeugungsdruck hoch ist.
2. Kohärenz: Widersprechen sich die Theoreme?
Der theoretische Aufbau sollte konsistent bleiben:
-
Axiome schränken Behauptungen ein,
-
Theoreme leiten sich aus Axiomen ab,
-
Korollare leiten sich aus Theoremen ab.
3. Ergebnisse: Was ist zu messen?
Praktische Ergebnismetriken:
-
Bedauernsrate (Selbstauskunft + Verhalten),
-
Bedarfskonsistenz — Bedarfskonsistenz,
-
Fit-Score-Stabilität — Fit-Score,
-
Selektionseffizienz — Selektionseffizienz.
4. Falsifizierbarkeit und Iteration
Eine Methode, die die Ergebnisse für eine Entscheidungsklasse nicht verbessert, sollte überarbeitet oder verworfen werden – dies ist der Sinn von A3 (Verbesserbarkeit) und der Validierung.[^1]
Literatur
- Popper, K. R. (1959). The Logic of Scientific Discovery. Routledge. (Original work published 1935)[source]
- Simon, H. A. (1955). A behavioral model of rational choice. Quarterly Journal of Economics, 69(1), 99–18.[source]
- Berlin, I. (1969). Four Essays on Liberty. Oxford University Press.[source]
- Alba, J. W., & Hutchinson, J. W. (1987). Dimensions of consumer expertise. Journal of Consumer Research, 13(4), 411–54.[source]
- Ericsson, A., & Pool, R. (2016). Peak: Secrets from the New Science of Expertise. Houghton Mifflin Harcourt.[source]
- Iyengar, S. S., & Lepper, M. R. (2000). When choice is demotivating: Can one desire too much of a good thing? Journal of Personality and Social Psychology, 79(6), 995–006.[source]
- Kahneman, D. (2011). Thinking, Fast and Slow. Farrar, Straus and Giroux.[source]